Diakonisches Jahr im Ausland
Diakonisches Jahr im Ausland (DJiA)

Hannah

Hannah, DJiA 2013/14 in Bialystok, Polen, Arbeit im Seniorenheim und im Kidsclub

„Du gehst nach Polen?? Aha...“ kam es oft skeptisch, wenn ich vor meinem DJiA von meinen Plänen erzählt habe. Und ehrlich gesagt hatte ich vorher selbst nicht damit gerechnet, dass ich am Ende in einem Seniorenheim im Osten Polens landen würde!

Ich wollte nach dem Abi ein Jahr ins Ausland gehen, weil ich noch nicht wusste, was ich studieren will, und Erfahrungen im Ausland sammeln, meine Sprachkenntnisse verbessern und mich sozial engagieren wollte, wahrscheinlich die üblichen Motivationen. Zunächst hatte ich mir etwas im englischsprachigen Ausland in der Arbeit mit Kindern vorgestellt, Englisch hatte man ja in der Schule und mit Kindern hatte ich vorher schon mal gearbeitet. Ich ging also auf den Infotag vom DJiA. Dort erzählten Ehemalige von ihren Freiwilligendiensten in der Slowakei und in Schweden und ich merkte auf einmal, dass man auch in einem Land, wo man die Sprache nicht sprechen kann, auch eine tolle und erfahrungsreiche Zeit haben kann! Also bewarb ich mich auch für andere Länder und war auch offener für andere Arbeitsbereiche.

Vor meiner Ausreise war ich zwar noch unsicher, wie es wohl werden würde, aber die vielen Seminaren, wo ich mich mit anderen Freiwilligen austauschen konnte gaben mir Mut.

Jetzt bin ich total froh, dass ich mich damals getraut habe, einfach mal etwas Neues auszuprobieren. Was ich mir vorher vielleicht kaum zugetraut hätte, hat mir letztendlich viel Spaß gemacht!

Diese Erfahrung hat mir auch bei meiner Studienwahl geholfen. Ich bin zuversichtlicher geworden und habe mehr Vertrauen, dass ich etwas schaffe oder dass etwas gut wird, außerdem weiß ich, dass man aus jeder Entscheidung oder Situation das Beste machen kann!

Die Arbeit mit Menschen im Seniorenheim hat mir Spaß gemacht, daher möchte ich auch weiterhin mit Menschen arbeiten. Vor meiner Ausreise nach Polen war ich noch froh, dass ich in Polen keine Pflegetätigkeiten machen musste, ich konnte mir das einfach nicht vorstellen, ich hatte schließlich noch nie mit Senioren gearbeitet. Jetzt studiere ich Medizin und habe dadurch natürlich auch viel mit Krankenpflege zu tun. Im DJiA bin ich dieser Arbeit schon näher gekommen, danach habe ich ein Praktikum im Krankenhaus gemacht und schließlich mit dem Studium angefangen und ich bin mit meiner Studienwahl bis jetzt sehr zufrieden. Mein DJiA hat mich in diese Richtung geleitet, ich konnte Neues ausprobieren und mich selbst besser kennenlernen.

 

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