Neue Sichtweisen
Ganz aufgeregt sind meine Mitfreiwillige Lili und ich unser Jahr in Südafrika angetreten. Jetzt blicke ich zurück. Lili ist immer noch an meiner Seite. Und ich? Das DJiA in Pietermaritzburg meinen Blick auf das Leben stark verändert. Erst hier habe ich wirklich verstanden, was es bedeutet, den eigenen Horizont zu erweitern. Besonders die Hausbesuche in den Townships haben mir gezeigt, unter welchen schwierigen Bedingungen viele Menschen leben. Gleichzeitig beeindruckt mich, wie dankbar und glücklich viele trotz allem sind.
Die Kinder im Center begegnen uns mit unglaublich viel Liebe und Freude. Ihre Offenheit und Herzlichkeit prägen mich jeden Tag aufs Neue. Durch diese Erfahrungen habe ich gelernt, vieles mehr wertzuschätzen und Probleme anders zu sehen.
Auch wenn man nach der Rückkehr äußerlich wieder in den Alltag zurückkehrt, verändern sich die eigenen Gedanken und Sichtweisen für immer.

Vom Engagement zum Zusammenhalt
Meinen Freiwilligendienst mache ich in einem Stadtteilprojekt, in dem Menschen unterschiedlichster Hintergründe Unterstützung und Gemeinschaft finden. Von Anfang an wurde ich sehr herzlich aufgenommen.
Mit der Zeit habe ich immer mehr eigene Aufgaben übernommen: Ich helfe beim Englischunterricht, organisiere Angebote für Kinder und Jugendliche und unterstütze im Alltag des Projekts. Dazu gehört aber auch immer für frischen Kaffee und Tee zu sorgen, die Tür willkommendheißend zu öffnen, Post zu sortieren und ansprechbar zu sein. Dabei lerne ich nicht nur, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch meinen Alltag selbstständig zu organisieren.
Besonders schön finde ich den Austausch mit anderen Freiwilligen und den vielen Menschen, die ich hier kennenlernen darf. Die gemeinsame Arbeit macht Spaß und zeigt mir jeden Tag, wie wichtig Zusammenhalt und Offenheit sind.

Besondere Momente
Eine sehr besondere Erfahrung, die ich mit nach Hause nehmen werde, ist, zu allen möglichen Arten von Einladungen zuzusagen, ohne überhaupt zu wissen, was mich erwartet. Polnische Menschen sind sehr gastfreundlich, das habe ich besonders in der Gemeinde erlebt. Es gibt viele verschiedene Veranstaltungen, bei denen ich spontan eingeladen wurde. Nicht selten wurde ich plötzlich aufgefordert, mich doch mal vor allen auf Polnisch vorzustellen. Das hat mich am Anfang etwas nervös gemacht, aber egal wie brüchig die Sprachkenntnisse sind, ich wurde immer gelobt und motiviert. Das hat mich richtig stolz gemacht.




