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DJiA in der Slowakei

Meine persönliche Entwicklung

Von Deutschland aus konnte ich die Slowakei problemlos mit dem Zug erreichen. Meine Einsatzstelle befindet sich in Púchov, einer Kleinstadt im Nordwesten der Slowakei mit ca. 16.000 Einwohnern. An diesem Ort würde ich die kommenden 10 Monate leben. Am Bahnhof angekommen, wurde ich herzlich empfangen und zu meiner Unterkunft gebracht. Diese war in einem sehr guten Zustand. In den folgenden Tagen konnte ich mein Umfeld genauer kennenlernen und mir wurde genug Raum gelassen, um mich einzuleben. Man merkt, dass viele eine gewisse Neugier gegenüber den Freiwilligen aufweisen und sie gerne kennenlernen wollen. Insgesamt habe ich meine Anreise positiv erlebt.

Meine Ziele zu Beginn des Freiwilligendienstes lassen sich in persönliche und externe Ziele unterteilen. Meine persönlichen Ziele waren: meine Komfortzone zu verlassen, um mich neu inspirieren zu können, mir Raum zu geben, mich besser kennenzulernen, viele spaßige Erfahrungen zu machen und mich auf eine Glaubensreise einzulassen, um zu wachsen und neue Orientierung zu finden. Meine externen Ziele waren es, ein wichtiger Teil eines großen Ganzen zu sein, welches das Umfeld verbessert und Menschen hilft. Ich erhoffte mir, Menschen positiv inspirieren zu können sowie ihre Denkweisen zu erweitern und ihnen behilflich zu sein. Im Grunde war es mir jedoch wichtig, offen zu bleiben, um mich auf die zukünftigen Erlebnisse einlassen zu können und Gottes Weg zu vertrauen. 
Rückblickend lässt sich sagen, dass alle meine Ziele erfüllt wurden, auch wenn es nicht direkt so geschah, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Zudem konnte ich meine Stärken besser erkennen und meine Talente festigen. Des Weiteren habe ich viele neue Dinge lernen können und neue Hobbys gefunden. Es gibt hier sehr viele Aktivitäten, die man machen kann. Sportarten wie Volleyball, Fußball, Schwimmen, Eisbaden, Wandern oder Bergklettern, aber auch der Wintersport ist hier sehr verbreitet mit Skifahren, Snowboarden, Schlittschuhlaufen, Eishockeyspielen usw. Besonders in Púchov hat man die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen seiner musikalischen und kreativen Leidenschaft freien Lauf zu lassen, da man in den Jugendclubs zahlreichen kreativen Menschen begegnet. Zudem kann man seinen Autofahrkenntnissen und Kenntnissen als Gastgeber für Hauspartys einen ganz neuen Schwung geben. 
Größere Schwierigkeiten auf meinem Weg bis hierhin gab es nicht, kleine Schwierigkeiten sind natürlich Sprachbarrieren. Mir fällt es nicht leicht, Slowakisch zu lernen, aber grundsätzlich ist meine Einsatzstelle nicht davon abhängig und ich komme glücklicherweise mit Englisch gut zurecht. Für mein restliches Drittel hier möchte ich mich mehr auf meine Stärken fokussieren, Kontakte festigen und nehme mir vor, weiter offen zu bleiben und an der Sprache dran zu bleiben.

Mein Blick auf Veränderung und meinen Umgang mit anderen Lebensrealitäten
Um sich auf Erfahrungen einlassen zu können, ist es von Vorteil, Interesse an anderen Lebensrealitäten zu haben. Ich wusste, dass meine Arbeit hier sowie mein Umfeld christlich geprägt sein würde. Da ich mich nie für längere Zeit in einem christlichen Umfeld befand, interessierte es mich sehr, diese Erfahrung zu machen und mich darauf zu fokussieren. Da meine Familie ursprünglich aus Litauen kommt, waren mir die typischen Lebensrealitäten in osteuropäischen Ländern schon bekannt und auch ein Teil meiner Realität. Aus meiner Perspektive betrachtet lässt sich sagen, dass es kleinere kulturelle Unterschiede gibt, die mir jedoch über die Zeit ans Herz gewachsen sind und die ich nie als störend empfunden habe.
Vorurteile mir oder anderen gegenüber habe ich kaum erlebt, außer natürlich humorvolle Klischeewitze.
Rückblickend betrachtet merke ich, dass sich durch die vielen Kontakte, die ich knüpfen konnte, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft, auch meine Perspektive auf verschiedensten Themen erweitern konnte. Dies lässt sich auf Grund der vielseitigen Erfahrungen, denen ich begegnet bin, erklären. 

Einsatzstelle

In meiner Einsatzstelle wurde ich herzlich aufgenommen. Meine Einarbeitung gestaltete sich als unkompliziert, da uns genügend Zeit zur Verfügung stand und auch die Erwartungen nicht anspruchsvoll waren. Ansprechpersonen gibt es mehr als genug.

Meine Aufgaben sind recht vielseitig, aber einfach. Ich besuche zweimal die Woche Jugendclubs, bin Teil der Leiterschaft im örtlichen Pfadfinderclub für Kinder, gestalte manchmal Unterrichtsstunden in Schulen, bin auf vielen Wochenendtrips unterwegs, ob es Konfiwochenenden, Pfadfinderwochenenden, Clubwochenenden oder größere Veranstaltungen sind, oder versuche sonst, in meiner Freizeit behilflich zu sein und Zeit mit Leuten zu verbringen. Aufgrund der Sprachbarriere wird nicht viel von uns Freiwilligen erwartet und wir versuchen, in kleinen Dingen behilflich zu sein. Natürlich gibt es hier auch Sprachstunden, um die slowakische Sprache zu lernen.

Meinem Empfinden nach bleibt auch genügend Freizeit, welche jedoch von Woche zu Woche stark schwanken kann.

In meiner Ortschaft gibt es noch einen weiteren Freiwilligen, mit dem ich mir die meisten Aufgaben teile. Es ist von Vorteil, jemanden zu haben, der in derselben Situation steckt.

Die Rahmenbedingungen bei mir sehen wie folgt aus: Meine Unterkunft ist eine Wohnung in Púchov, die gut ausgestattet ist und in der ich alleine lebe. Jedoch sieht dies in anderen Projekten und an anderen Orten sehr unterschiedlich aus und Wohngemeinschaften sind verbreitet. Meine Verpflegung geschieht über einen monatlichen Geldbetrag, der sich aus einem Lebensmittel-Zuschuss und einem Freiwilligen-Zuschuss zusammensetzt.

In meiner Umgebung fühle ich mich recht wohl und sicher, auch wenn sich kleine unangenehme Erfahrungen nie vermeiden lassen.

Gesundheitliche Probleme, bis auf leichtere Erkältungen, hatte ich bislang keine.

In meiner Freizeit lerne ich aktuell, Gitarre zu spielen, häkle oder mache andere kreative Aktivitäten. Ich gehe gerne spazieren oder wandern. Die Natur in der Slowakei hat einiges zu bieten. Im Winter konnte ich das Skifahren lernen und Schlittschuhlaufen. Ich konnte bis jetzt auch genug Zeit zum Reisen finden und konnte viele neue Orte entdecken. Generell probiere ich einige neue Dinge aus, lande manchmal in verrückten Situationen und bin dankbar für die vielen Möglichkeiten, die es hier gibt.

 

Begleitung

Die Zusammenarbeit mit Ansprechpersonen in der Einsatzstelle ist unkompliziert und einfach. Es besteht auch Kontakt mit Partnerorganisationen und einige gemeinsame Veranstaltungen. Der Kontakt mit dem DJiA blieb ebenfalls erhalten und erweist sich als unkompliziert und praktisch. Ich bin recht zufrieden mit der Begleitung, die ich vor Ort habe, und hoffe, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

 

Liebe Grüße von Viktoria aus der Slowakei : D

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